Die Koffer sind gepackt. Sechs insgesamt. Jeweils zwei Große und ein Kleiner für jeden von uns. Gefüllt mit Klamotten, den wichtigsten Papieren und Dingen, auf die wir die nächsten 30 Tage nicht verzichten können. Unsere restlichen Sachen befinden sich schon im Container und schippern vermutlich gerade über die Nordsee, bevor sie dann den großen Teich überqueren.
Die Aufregung steigt. Schön waren die letzten Tage, doch auch sentimental und tränenreich. So sehr wir es genossen haben, Familie und Freunde noch einmal zu sehen, so groß ist auch der Abschiedsschmerz. Ob ich realisiert habe, dass ich ab morgen in den Staaten lebe? Ich glaube, es fängt gerade erst an. Die letzten zwei Wochen waren viel zu stressig, als dass ich Zeit gehabt hätte über irgendetwas nachzudenken…und für den Moment bin ich todtraurig mein Leben in Hamburg, Familie und Freunde zurückzulassen.
Abgesehen von diesem Moment (ok ich gebe es zu, es gab sicherlich auch mehrere Momente), bin ich aber auch so unglaublich gespannt! Auf die Stadt, die ich noch gar nicht kenne, unsere Wohnung, die wir erst noch suchen müssen und natürlich das Leben in Chicago generell. Trotz all dieser Ungewissheiten, oder vielleicht auch gerade wegen all dieser Ungewissheiten, freue ich mich riesig auf das, was kommt…und wie hat mein Bruder es so schön beim Abschied ausgedrückt: „Es ist doch „nur“ Amerika!“. Und da hat er definitiv recht. Es lebe das 21. Jahrhundert!!! Ein Hoch auf die Technik und die Globalisierung! Danke Skype, danke WhatsApp und danke günstige Flugtickets. Mit euch wird es schon nicht so schlimm werden.
Bis zur nächsten kleinen großen Reise (dann auch wirklich aus den USA),